Diskussion über diese Post

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Avatar von Sheeko

Dein Text hat auch mir geholfen, ein schamhaftes Gefühl in Worte zu fassen, das ich früher selbst beim Fotografieren gespürt habe. Gleichzeitig musste ich an etwas denken, das mich damals an Streetfotografie tief fasziniert hat: diese kurzen Momente, in denen Menschen etwas von sich zeigen, ohne es zu beabsichtigen. Nicht Pose, sondern ein Aufflackern von Wirklichkeit.

Vielleicht liegt genau dort auch die Schwierigkeit. Denn zwischen „bezeugen“ und „aneignen“ scheint es nur einen schmalen Grat zu geben. Ich hatte beim Lesen stellenweise das Gefühl, dass dein Blick sehr stark auf die problematischen Machtaspekte fällt — oft zurecht —, mir aber etwas von der Tragik und Schönheit dieses menschlichen Impulses verloren geht: dass jemand versucht, einen Moment festzuhalten, in dem Bewusstsein für einen Augenblick hell wird.

Avatar von FragmentaryMe

uh… sehr gut ausgeleuchtet (um in der Sprache zu bleiben) die soziologische Komponente hatte ich tatsächlich noch überhaupt nicht bedacht. Danke, Sascha. Für diesen kritischen aufrechten Blick. Ich habe wirklich was dazu gelernt und auch noch Worte bekommen für mein gelegentliches Magengrummeln bei der Thematik!

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